Montag, 14. März 2011

Weihnachten, Silvester und drumherum

Weihnachten

Weihnachten war dieses wirklich sehr unspektakulär. Abgesehen davon, dass überhaupt keine Vorweihnachtsfreude aufkam, gab es genauso wenig eine Weihnachtsfreude. Mexikanische Post ist superunzuverlässig, bzw. unpünktlich, wie so ziemlich alles in Mexiko, von daher kam weder meine Post rechtzeitig an, noch andersherum. Am 24. bin ich bei den Kindern im Procasa gewesen, hab beim Geschenkeverteilen geholfen und mich von den strahlenden Gesichtern glücklich stimmen lassen!

Anschließend wieder zuhause haben Simon und ich die ziemlich letzten Lebkuchen verzehrt und sind dann in einem Restaurant lecker Tasajo (dünnes Steak) essen gegangen. Es war zwar sehr lecker, aber auf keine Art oder Weise weihnachtlich.

Auch die nächsten Taage war nicht viel los, doch dann endlich haben wir eine Entscheidung getroffen und in die Tat umgesetzt: Silvester wird in Puerto Escondido (Versteckter Hafen) an der Pazifikküste gefeiert!
Auch Benny konnten wir noch überzeugen mitzukommen, und so fuhren wir als alteingespieltes Trio los.

Ausgesucht für unsere Fahrt dorthin hatten wir einen Minibus, der 150Pesos /etwa 10€ für eine Fahrt gekostet hat. Die Fahrt war den Preis auf keinen Fall wert, denn am Anfang gab es zwar noch ein, zwei Dinge zu sehen, doch dann ging es hoch in die Berge, mit abgrundtief schlechter Musik, die nach 10Sekunden anspielen vom Fahrer sofort weitergespult wurde, und Serpentinen ohne Ende, die so schnell durchfahren wurden, dass man immer im Sitz hin und her-gerutscht ist und nicht die Möglichkeit hatte, auch nur ein Auge zuzukriegen. Anschnaller gab es zwar, aber die waren vorsichtshalber zugeknotet, sodass sie nicht aus Versehen noch jemand benutzt.




Naja, keiner von uns war so richtig fit, als wir schließlich abends um ~10.30 Uhr nach 7,5 Std. erschöpfender Fahrt ankamen. Das erste, was wir bemerkten war die extreme Wärme, die trotz der Dunkelheit herrschte und die hohe Luftfeuchtigkeit, die wir aus dem 1500m hohen Oaxaca nicht gewohnt waren.
Endlich war es normal, kurze Hosen zu tragen, was es in Oaxaca, trotz mittäglicher Wärme nicht war!
Doch zuerst musste eine Übernachtungsmöglichkeit gefunden werden, denn da die Hotels keine Reservierungen entgegennehmen wollten, da öfter trotz Reservierung niemand kam, mussten wir improvisieren. Wir klapperten zuerst die Playa Principal Seite der Stadt ab, doch hier gab es kaum Hotels bzw. Hostels. Als wir dann an die Playa Zicadella kamen, gab es eine böse Überraschung: Fast alle Hotels und Hostels waren voll, oder kosteten ein Vermögen, sodass wir schon überlegten, eine Nacht am Strand zu schlafen. Schließlich entschieden wir uns dann doch für ein Hotel namens Villa Mexicana; Der ziemlich größte Fehler des gesamten Urlaubs. Erstens war es eins der teuren Hostels/Hotels, zweitens waren die hygienischen Verhältnisse... naja, aber am schlimmsten war das Aussehen: Ein hässlicher Betonklotz, null Service, und ein hässliches Bad. Aber es war das einzige, das ein Zimmer frei hatte.



Dafür allerdings mit recht passablem Ausblick:
Aber wir haben uns nicht unterkriegen lassen, denn wir waren sowieso nur zum Schlafen im Hotel.
Dementsprechend ging es gleich am Morgen los an den Strand; Volleyball, Schwimmen und am Abend unsere erste Surfstunde!

Einige kuriose Bilder...
 Nach einem wirklich anstrengenden Morgen am Strand, machten wir uns auf die Suche nach einem etwas günstigeren und schöneren Hostel, als der Villa Rosa und fanden auch schnell eins:
Eine ansehnliche Strohhütte, wie geschaffen für Surfer und immerhin 50$, also 3,50€ günstiger die Nacht... Naja es war ein Anfang und zur Abwechslung durfte ich nun mal alleine in einem Bett schlafen!
Ein schickes Wohnzimmer, was gleichzeitig Aufenthaltsraum für alle war, sowie Bar und Restaurant, mit Billardtischen und allem, was man so zum Leben braucht!
Ganz geschafft von der Hotelsuche, ging es frühabends erstmal wieder an den Strand, und im Restaurant, schick weihnachtlich geschmückt, konnte man entspannt in der Hängematte auf sein Essen warten.
Dann endlich war es soweit: Die Silvesternacht war da! Dieses Jahr allerdings ein bischen merkwürdig, genau wie Weihnachten in kurzer Hose und in witziger Gesellschaft!
 Einen Tag vor Silvester, haben wir eine Gruppe von 5 "Gringos" kennengelernt, von denen einer fließend deutsch sprach, ein anderer Pastor werden wollte, und ein weiterer mit 14 Jahren, in ein Dorf ganz in der Nähe von Oaxaca de Juárez gezogen war.
Es gab jede Menge tolle, günstige, illegale und ziemlich gefährliche selbstgebastelte Böller, die aber deutlich cooler aussahen, als deutsche und etwa 4 mal so laut waren.
Und schließlich, um Mitternacht, das Feuerwerk und das neue Jahr war eingeleitet.
Das musste natürlich gefeiert werden, und schnell lernten wir neue merkwürdige Leute kennen. Der witzigste Zufall auf diesem Foto: Der zweite von links, ist ein gebürtiger Mexikaner, der für 2 Jahre in der Jugend von Skt. Pauli gespielt hat und ein so unglaublich cooles, extrem hamburgerisches Deutsch sprach, dass es Unterhaltung für die ganze Nacht lieferte. An alle Details erinnere ich mich nicht mehr, aber wir hatten alle unseren Spaß und lagen gegen 6/7 Uhr früh endlich in unseren Betten!
Am nächsten Tag konnten wir dann endlich in das letze und eindeutig beste Hotel unseres Aufenthalts wechseln: Dan's House. Es gehört einem Kanadier, und neben einem guten Preis hat es eine fantastische Aussicht, war unglaublich sauber und ruhig und CABLE TV aus Kanada... der Urlaub war gerettet!!!
Tja wenn man eine Welle unterschätzt, fällt man auch leicht mal vom Board und kriegt es anschließend in die Rippen gehämmert!

















Ein letztes Mal noch ins Casa Babylon, wo es den besten Mojito Puerto Escondido's gibt, Denkermine aufgesetzt und eine Runde Schach "gezockt", und schon war der Urlaub vorbei!




Ups... Ich hab leider nicht bemerkt, dass der Post die ganze Zeit nur als Entwurf im Postkasten hing und ich ihn noch gar nicht veröffentlicht hatte :S Tschuldigung... mit den nächsten klappts hoffentlich besser...